PID – Zwischen Totalverbot und begrenzter Zulassung

Sollte die Präimplantationsdiagnostik (PID) ohne jede Ausnahme verboten werden? Oder sollte sie für eine kleine Gruppe von Betroffenen mit einem hohen genetischen Risiko streng reguliert zugelassen werden? Diese Fragen werden nicht nur im Bundestag kontrovers diskutiert, sondern auch in Wissenschaft und Gesellschaft: Während die einen vor einem moralischen Dammbruch mit fatalen Folgen warnen, betonen die anderen die schwere Konfliktlage betroffener Eltern, die ein hohes Risiko für die Geburt eines Kindes mit einer schweren erblich bedingten Krankheit oder für erblich bedingte Tot- und Fehlgeburten haben. 
Dürfen künstlich befruchtete Zellen unter bestimmten Voraussetzungen auf Erbkrankheiten untersucht werden? Der Deutsche Bundestag wird voraussichtlich im Juni 2011 über die PID abschließend beraten. Der Deutsche Ethikrat hat im Vorfeld der Entscheidung eine Stellungnahme zur PID vorgelegt, die drei Voten formuliert: eines für eine begrenzte Zulassung, eines für ein gesetzliches Verbot und ein Sondervotum für eine mit Hilfe einer verbindlichen Indikationsliste begrenzte Zulassung.

Wir freuen uns auf eine interessante Diskussion mit den Mitgliedern des Deutschen Ethikrates, Prof. Dr. jur. Jochen Taupitz (Universität Mannheim) und Diplom-Psychologe Dr. Michael Wunder (Evangelische Stiftung Alsterdorf), und der Bundestagsabgeordneten Krista Sager, Sprecherin für Wissenschafts- und Forschungspolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, am 31. Mai um 18:30 Uhr im Logensaal in den Hamburger Kammerspielen, Hartungstr. 9-11 (HVV: U1 bis Hallerstraße; Schnellbus 34 bis Völkerkundemuseum; Busse der Linie 4 oder 5 bis Grindelhof). 




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