Wohnungsbauprogramm für Eimsbüttel 2011: Grün, sozial und transparent

Sozial geförderter Wohnungsbau, naturschutzrechtliche Prüfungen und eine erhöhte Transparenz sollen stärker im Wohnungsbauprogramm für Eimsbüttel berücksichtigt werden. So fordern es SPD und GAL in ihrem gemeinsamen Antrag "Wohnungsbauprogramm für Eimsbüttel 2011".

In ihrem Antrag werden vier Schwerpunkte gesetzt: Bürgerbeteiligung und Transparenz, Förderung des sozial geförderten Wohnungsbau, Stärkung der Naturschutzbelang und Verzicht auf eine Bebauung von Willinks Park .

So sollen alle Maßnahmen des Programmes und die entsprechenden ergänzenden Informationen im Internet für alle zugänglich veröffentlicht werden. "Der Bezirk hat sich verstärkte Bürgerbeteiligung als Aufgabe gesetzt", erklärte Stefanie Könnecke, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der GAL-Fraktion Eimsbüttel. "Erfreulicherweise haben sich die Vertreterinnen und Vertreter von Investoren und der Wohnungswirtschaft auf der Wohnungsbaukonferenz für frühzeitige und umfassendere Bürgerbeteiligung ausgesprochen. Das wollen wir jetzt mit Leben füllen".

Die Frage, wo im Bezirk geförderter Wohnungsbau geschaffen werden soll, soll im Stadtplanungsausschuss diskutiert werden. Ziel ist es, auch im Kernbereich und den Urbanisierungszonen geförderten Wohnungsbau zu realisieren. Dazu Roland Seidlitz, Fraktionsvorsitzender und stadtentwicklungspolitischer Sprecher der GAL-Fraktion Eimsbüttel: "Eimsbüttel ist deswegen so attraktiv, weil die Bevölkerung durchmischt ist. Wir wollen, dass dies so bleibt! Urbaner Wohnraum darf kein Luxusgut sein". In Eimsbüttel werden in den kommenden Jahren 2.700 Wohnungen aus der Sozialbindung fallen. Diese enormen Verluste können nicht allein durch Neubauvorhaben ausgeglichen werden. "Hier ist der Senat gefordert, das vorhandene Instrument des Ankaufs von Wohnungsbindungen verstärkt zu nutzen", so Seidlitz weiter. "Wir wollen auch im Bestand sozialen Wohnungsbau erhalten."

Die naturschutzrechtlichen Belange sollen im Verfahren frühzeitig erörtert und untersucht werden. Der Bezirk hatte bereits abweichend von den Verfahren in anderen Bezirken, die Naturschutzverbände um eine erste Stellungnahme gebeten. "Im Bezirk Eimsbüttel gibt es gerade im Kerngebiet ein Defizit an Freiflächen", erklärte Volker Bulla, Mitglied des Stadtplanungsausschusses für die GAL. "Eimsbüttel ist der Bezirk mit den geringsten Flächenpotentialen. Daher gilt es, die naturschutzrechtlichen Belange in den anstehenden Planungsverfahren intensiv abzuwägen. Positiv ist aber, dass im Bebauungsplanverfahren Lokstedt 62 (Süderfeldstraße) und durch den Deckel über die A7 neue öffentliche Grünflächen entstehen werden."

Ein weiterer Erfolg ist die Streichung der Fläche Willinks Park. Dazu Simone Hentze-Orlikowski, Sprecherin für den Bereich Lokstedt: " Auf Grund seines hohen ökologischen Wertes eignet sich die Fläche nicht zur Bebauung und ich bin persönlich froh darüber, dass dieses Stück Grün Lokstedt und Eimsbüttel erhalten bleibt".

Hinsichtlich der bereits in der Vergangenheit strittigen Fläche Feldhoopstücken in Lokstedt hat der Bezirk seine Forderung zur notwendigen Öffnung der Straße Feldhoopstücken zur Kollaustraße hin bekräftigt.

Am 13.12.2011 hat der Stadtplanungsausschuss den gemeinsamen Antrag "Wohnungsbauprogramm für Eimsbüttel 2011" der SPD und GAL beschlossen, dem die Bezirksversammlung am 15.12.2011 zugestimmt hat.

 

Das vollständige Programm findet man unter: http://www.hamburg.de/stadtplanung-eimsbuettel/

 



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URL:http://gruene-eimsbuettel.de/presse-archiv/2011/expand/383582/nc/1/dn/1/