Senatsraserei statt Busbeschleunigung

Der Hauptausschuss der Bezirksversammlung Eimsbüttel hat am 9.2. beschlossen, deutliche Nachbesserungen bei den Planungen zur Busbeschleunigung zu fordern.In der Sitzung des Kerngebietsausschusses (KGA) am 30.1. waren Planungen vorgestellt worden, die Kreuzung Hallerstraße/Grindelallee/Bogenstraße/Beim Schlump/Grindelberg für zwei Millionen Euro umzubauen, was offiziell die Metrobuslinie 5 beschleunigen soll. Ein Gutteil der Kosten entsteht aber dadurch, dass die Metrobuslinie 4 an der Haltestelle „Bezirksamt“ halten und dafür verlegt werden soll. Dabei verfolgen Bezirk und Wissenschaftsbehörde im Zuge der Uni-Neubauten auf Anregung der Bürgerinnen und Bürger eine Verlegung der 4 durch Bundesstraße und Rentzelstrasse. Schließlich wurde eine mögliche zukünftige Stadtbahntrasse auf dieser Strecke bei der Planung ausdrücklich ausgeblendet, was dann erneute Um- und Rückbauten erforderlich machen wird.

Der Hauptausschuss fordert nun eine konkrete Kosten-Nutzen-Analyse bezüglich Fahrgastaufkommen, Beschleunigung und Taktzeiten und eine Berücksichtigung der bezirklichen Planungen für die Metrobuslinie 4.

Fabian Klabunde, verkehrspolitischer Sprecher der GAL-Bezirksfraktion: „Natürlich sind wir auch für beschleunigte Busse. Aber am Knoten Hallerstraße/Grindelallee zeigt sich, dass gerade unter Zeitdruck Millionen verpulvert werden, obwohl niemand sagen kann, wie viel schneller ein Bus durch diesen Kreuzungsumbau oder alle zusammen wird. Wenn der Senat wirklich die Metrobuslinie 5 beschleunigen wollte, müsste lediglich die Ampel auf Grün springen, wann immer der Bus kommt. Da er bereits eine eigene Busspur hat, können ihm keine anderen Fahrzeuge im Weg stehen. Stattdessen wird eine zukünftige Stadtbahn zusätzlich behindert. Dabei ist klar, dass nur sie mittelfristig auf Europas meistbefahrener Strecke Entlastung schaffen kann.

Roland Seidlitz, Fraktionsvorsitzender der GAL in der BV, im KGA und im Uni-Ausschuss ergänzt: „Was soll diese kurzsichtige Großbaustelle? Wofür machen wir beim Uni-Neubau großangelegte BürgerInnenbeteiligung mit der Wissenschaftsbehörde, wenn die Wirtschaftsbehörde dann die Ergebnisse ignoriert? Eine Verlegung der Metrobuslinie 4 durch Bundesstraße und Rentzelstraße wäre eine echte Bereicherung für den neuen MIN-Campus und eine gute Verbindung beider Universitätsteile. Die verkürzten Rückmeldefristen zeigen, dass der Senat mit heißer Nadel das falsche Muster gestrick



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