
18.09.26 –
Starkregen, lange Trockenperioden und steigende Temperaturen werden auch in Eimsbüttel immer deutlicher als Folgen des Klimawandels sichtbar. Stark versiegelte Flächen verschärfen diese Entwicklung: Regenwasser kann schlechter versickern, die Kanalisation wird bei Starkregen zusätzlich belastet und Beton- oder Asphaltflächen heizen sich im Sommer stärker auf. Unversiegelte und begrünte Flächen sind deshalb für die Klimaanpassung besonders wichtig. Sie nehmen Regenwasser auf, fördern damit die Grundwasserneubildung und sorgen durch Verdunstung für Kühlung. Auf Initiative der GRÜNEN Fraktion Eimsbüttel soll genau deshalb besser hingeschaut werden, wie die Vorgaben zur Begrenzung der Flächenversiegelung im Bezirk besser kontrolliert und durchgesetzt werden können.
Wie stark ein Grundstück versiegelt werden darf, regelt im Kern die sogenannte Grundflächenzahl (GRZ) über die Baunutzungsverordnung. Dabei legt die GRZ I fest, wie groß der maximale Baukörper sein darf. Die GRZ II regelt zusätzlich den maximal erlaubten Flächenverbrauch für Garagen, Stellplätze, Terrassen oder Zufahrten. Mit einem Antrag, den die Bezirksversammlung Eimsbüttel am 17. September beschlossen hat, wollen die GRÜNEN prüfen lassen, ob die Vorgaben der Verordnung in der Praxis auch tatsächlich greifen: Wird bei Neubauten ausreichend hingeschaut? Wurde auf schon bebauten Grundstücken zu viel Fläche versiegelt? Die Verwaltung soll zudem erklären, was passiert, wenn sie fündig wird und mit welchen Mitteln sich unrechtmäßige Versiegelung wieder rückgängig machen lässt. Geprüft werden soll dabei auch, ob Luftbilder künftig helfen könnten, solche Verstöße leichter aufzuspüren.
Dietmar Kuhlmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher im Ausschuss für Grün, Nachhaltigkeit und Umwelt der GRÜNEN Bezirksfraktion Eimsbüttel:
„Klimaanpassung beginnt vor der eigenen Haustür. Unversiegelte Flächen nehmen Regenwasser auf und schaffen Kühlung an heißen Tagen. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie aktuell die bestehenden Vorgaben zur Begrenzung der Versiegelung im Bezirk kontrolliert werden und wo es möglicherweise noch Verbesserungspotentiale gibt.“
Katrin Meyer, Mitglied im Ausschuss für Grün, Nachhaltigkeit und Umwelt der GRÜNEN Bezirksfraktion Eimsbütte:
„Die Regeln zur Flächenversiegelung sind ein gutes Instrument für einen klimaresilienten Bezirk. Wir wollen hier mehr Transparenz und eine verlässliche Kontrolle, um unrechtmäßige Versiegelungen zu vermeiden und zu Unrecht versiegelte Flächen wieder zu entsiegeln. So schützen wir wertvolle Grünflächen und machen Eimsbüttel widerstandsfähiger gegen Hitze und Starkregen.“
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