
24.09.26 –
Der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen Eimsbüttel unterstützt in diesem Sommer aktiv seinen Partner-Kreisverband im Landkreis Rostock. Hintergrund ist die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September 2026, bei der die Grünen um den Wiedereinzug in den Landtag kämpfen. Ein Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde würde nach Einschätzung der Partei vor allem der AfD nutzen.
Der Landkreis Rostock ist mit 3.421 km² der viertgrößte Landkreis Deutschlands – flächenmäßig fast 70-mal so groß wie der Hamburger Bezirk Eimsbüttel, bei vergleichbarer Einwohnerzahl. Entsprechend dünn besiedelt ist die Region, entsprechend klein ist auch der örtliche Kreisverband: Rund 130 Mitglieder tragen dort einen Flächenwahlkampf, für den andernorts deutlich mehr Aktive zur Verfügung stünden. An diesem Ungleichgewicht setzt die Partnerschaft zwischen den beiden Kreisverbänden an.
Ende August reisten unser Eimsbüttler Bundestagsabgeordnete Till Steffen und unsere ehemalige Kreisvorsitzende Gaby Albers, die maßgeblich die Wahlkampfunterstützung initiiert hat, in den Landkreis Rostock, um vor Ort zu unterstützen. Gemeinsam mit mehreren grünen Direktkandidatinnen und Direktkandidaten besuchten sie Stationen aus dem sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Umfeld der Region: den „Treffpunkt" der Suppenküche in Bad Doberan, wo nach eigenen Angaben rund 500 Menschen pro Woche ein offenes Ohr und ein warmes Essen finden, einen Wahlkampfstand in Bützow sowie die Firma SmartHeat in Güstrow, wo Themen wie Fachkräftemangel, Ausbildung und die Entwicklung der Wärmepumpenbranche in Mecklenburg-Vorpommern im Mittelpunkt standen.
Zum Abschluss des Besuchs trafen die Delegation aus Eimsbüttel und die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Franziska Brantner, im Rahmen von deren Sommertour im Kornhaus in Bad Doberan zusammen. Bei der Veranstaltung „Jugend- und Soziokultur im ländlichen Raum" diskutierten wir über kulturelle Teilhabe im ländlichen Raum. Im Zentrum stand dabei besonders die Perspektive Jugendlicher: Es fehle vor Ort häufig nicht an Ideen, sondern an finanziellen Mitteln – Kultur sei dabei mehr als ein freiwilliges Zusatzangebot, sondern ein wichtiger Ort des Zusammenhalts und ein Motor für die Demokratie.
Dass mit Franziska Brantner und Till Steffen an diesem Abend sowohl die Bundesvorsitzende als auch ein Bundestagsabgeordneter im Landkreis Rostock vertreten waren, war ein starkes Zeichen der Unterstützung. Gerade in einer dünn besiedelten Region, in der sich ein kleiner Kreisverband mit voller Kraft gegen die Fünf-Prozent-Hürde stemmt, ist es ein starkes Signal, wenn auch die Bundespolitik zeigt: Ihr seid nicht allein. Solche Besuche schaffen Sichtbarkeit für die Themen vor Ort, stärken den Rücken der Aktiven im Endspurt des Wahlkampfs und machen deutlich, dass sich unsere Partei um jede Region kümmert – nicht nur um die urbanen Hochburgen. Und am Ende stärkt die Solidarität zwischen den Kreisverbänden auch unsere Arbeit hier in Eimsbüttel. Denn: Wer über den eigenen Bezirk hinausblickt, bringt neue Erfahrungen, Kontakte und Ideen mit nach Hause.
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