
02.08.23 –
Lebendige und persönliche Diskussionen: Auf Einladung der Grünen Fraktion und der Akademie für Weltreligionen der Universität Hamburg kamen am 4. Juli 2023 im Hamburger Rathaus 75 Menschen aus unterschiedlichen Weltanschauungen und Religionen zusammen. Sie wollten sich zu dem Thema „Multireligiös und säkular: Kann Hamburg Vielfalt?“ austauschen. Ein Bericht des Eimsbüttler Abgeordneten und Sprechers für Flucht und Migration, Michael Gwosdz.
Nach Impulsen von Wissenschaftler*innen aus der Akademie für Weltreligionen an der Universität Hamburg ging das Wort in moderierten Kleingruppen an die Teilnehmenden. Anhand von Leitfragen wie „Was haben die gehörten Impulse mit mir zu tun?“, „Was war neu, denkwürdigend oder irritierend?“, „Welche Herausforderungen/Fragen möchte ich der Politik mitteilen?“ und „Welche Rückmeldungen habe ich an die Wissenschaft?“ sprachen sie über Chance und Herausforderungen der gelebten Glaubensvielfalt in Hamburg. Unterschiedlichste Meinungen kamen zur Sprache. Es wurde über den Religionsunterricht an Schulen diskutiert, über Machtverhältnisse einzelner Religionen und Diskriminierungserfahrungen aufgrund religiöser Zugehörigkeit, sowie der Wunsch nach Gemeinschaft und die Grenzen von Vielfalt und Toleranz angesprochen. Zentrale Botschaften an Politik und Wissenschaft wurden formuliert: die multireligiöse und säkulare Situation in Hamburg empirisch besser zu erforschen und die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen an die multireligiösen Zeiten anzupassen. Ob Hamburg Vielfalt kann wurde im Laufe des Abends nicht komplett beantwortet. Was sich jedoch gezeigt hat: Hamburg will Vielfalt, das Gelingen von Vielfalt ist jedoch ein Prozess und beruht vor allem auf Begegnung und Dialog. Die Veranstaltung am 4. Juli im Kaisersaal des Hamburger Rathauses war ein wichtiger Schritt in diese Richtung.
Fotos (im Uhrzeigersinn): 1.) Junge Frauen aus unterschiedlichen Religionsgemeinschaften führten gemeinsam mit Katty Nöllenburg durch den Abend. 2.)Michael Gwosdz begrüßt die zahlreichen Teilnehmenden im Rathaus. 3.) Der Austausch stand im Vordergrund: in mehreren Kleingruppen wurde im Kaiser- und Bürgersaal des Rathauses lebhaft diskutiert.
Fotos: Henning Angerer
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