
27.03.26 –
An einer zentralen Stelle Stellingens an der Kieler Straße/ Ecke Volksparkstraße verfallen die sogenannten „Glaskästen“ seit vielen Jahren. Inzwischen gibt es aber konkrete Pläne zur Bebauung des Areals. Aktuell diskutieren Politik, Verwaltung und Investor darüber, was und wie dort in Zukunft gebaut werden soll.
Die „Glaskästen“ gehören zu dem 1963 gebauten „Lokalzentrum Kieler Straße“ des Hamburger Architekten Werner Kallmorgen. Dieses galt als eine Perle der Nachkriegsarchitektur. Dieser Umstand erklärt, warum Stadtplaner lange damit gehadert haben, was mit diesem in die Jahre gekommenen und immer weiter verfallenden Ensemble passiert.
Ein „Hochpunkt“ anstelle der Glaskästen
Während der Denkmalschutzverein dafür plädiert hatte, die beiden Pavillons zu erhalten, hat sich das Denkmalschutzamt wegen der Veränderung vieler Details frühzeitig dagegen entschieden, die beiden Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen und damit zu erhalten. 2019 befasste sich das Internationale Bauforum Hamburg bereits mit dieser Fläche und entwickelte die Vision, hier einen „Hochpunkt“ zu schaffen. Also ein Gebäude, das deutlich aus der umgebenden Bebauung herausragt, und der städtebaulichen Akzentuierung, Orientierung und Verdichtung dient.
Zugleich unterrichtete das Bezirksamt Eimsbüttel die damalige Grün-Schwarze Koalition erstmalig über Pläne zu einer ambitionierten Bebauung. Mit dem Bebauungsplan Stellingen 69, der seitdem vorbereitet wird, soll der gesamte Kreuzungsbereich (nord- und südlich der Volksparkstraße) überplant werden. Denn für diesen Bereich bestand und besteht ein hoher Entwicklungsdruck – gleichzeitig bietet er hohe Potentiale zur Entwicklung. Schnell wurde dann auch klar, dass im Norden des Planungsgebiets mit dem Investor und Entwickler Köhler von Bargen, der alle Flächen aufgekauft hatte, ein hohes Tempo in der Umsetzung zu erwarten war.
Städtebaulicher Wettbewerb 2024
Mit dem städtebaulichen Wettbewerb, der 2024 durchgeführt wurde, und der Lösungsalternativen für dieses bedeutsame städtebauliche Vorhaben finden sollte, kam wieder die Idee des Hochpunkts an dieser Stelle auf. Dieses Konzept wird weiterverfolgt. Der Investor Köhler von Bargen plant inzwischen neben dem Hochpunkt mehrgeschossige Nebengebäude. Im nördlichen Teil soll ein Hotel entstehen.
Leider sind wir zwei Jahre später noch nicht viel weiter. Inzwischen sind die Baukosten explodiert. Die Investoren gehen von Kostensteigerungen von 40 % seit Beginn der Planungen 2019 aus. Damit das Gesamtprojekt für sie wirtschaftlich ist, möchten sie, dass mehr Bruttogeschossfläche genehmigt wird. Im letzten Entwurf waren darum 19 Stockwerke im Hochhaus („Hochpunkt“) und mindestens sieben in den Nebengebäuden vorgesehen.
Welche Fragen werden jetzt diskutiert?
An diesen Planungen entzünden sich viele Diskussionen. So empfinden viele Menschen die Baumasse als erschlagend, andere machen sich Sorgen um das Aussehen des Gebäudes. Auch die Frage, mit welchem Anteil im Wohnbereich geförderte Wohnungen eingeplant werden und was im Erdgeschoss vorgesehen wird: Das alles sind zu klärende Punkte in einem umstrittenen Verfahren und Vorhaben.
Dazu Ali Mir Agha, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN Bezirksfraktion und Mitglied im Stadtplanungsausschuss: „Als Politik müssen wir nun abwägen. Wie hoch, wie massiv, mit welcher Typologie und welcher Fassade wollen wir das Gebäude im Planrecht zulassen? Eine zu hohe Einschränkung des Investors kann nicht zuletzt dazu führen, dass das Vorhaben fallengelassen wird, da die Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben ist. Mit unserem Koalitionspartner möchten wir im Sinne der Entwicklung dieses Gebietes zu einem Ergebnis kommen. Wir sind zuversichtlich, den Bebauungsplan nun zur Baureife zur bringen.“
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