BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

GRÜNE Eimsbüttel

Podiumsdiskussion

Gemeinsam laut gegen Gewalt im Netz

08.01.26 – von Sandra Borth –

Die Podiumsdiskussion zu Frauenhass im Netz – digitale Gewalt gegen Frauen in den Räumen des Landesfrauenrats Hamburg wurde von der LAG Feminismus und den Kreisverbänden organisiert.

Den Auftakt machte der SHE Choir Hamburg, ein selbstorganisierter feministischer Chor für FLINTA-Personen (Frauen, Lesben, Inter-, Nicht-binäre, Trans und Agender-Personen), der mit einem kraftvollen Opening den Ton des Abends setzte: Wir lassen uns nicht einschüchtern – wir erheben gemeinsam unsere Stimme. Aufmerksam folgte das gut gefüllte und durchmischte Publikum den drei informativen Impulsvorträgen mit anschließender Diskussion. 

Iris Hannig, Leiterin der Opferhilfe Hamburg e.V., stellte Zahlen zu Gewalt gegen Frauen, Partnerschaftsgewalt und Femiziden vor und betonte die hohe Dunkelziffer sowie die Bedeutung von Aufklärung und verbessertem Gewaltschutz. Sie gab konkrete Hinweise, wie gewaltbetroffene Frauen und ihr Umfeld Unterstützung erhalten können.

Autorin Veronika Kracher zeigte eindrücklich, wie sich Misogynie-Dynamiken (Entwicklung von Frauenhass, -feindlichkeit) im Netz vor dem Hintergrund patriarchaler Männlichkeitsideologien entfalten, in welchen Communities sich Männer radikalisieren - und wie diese Ideologien mit rechten und rechtsextremen Strukturen verknüpft sind. 

Nach einer kurzen Pause gab uns Ella von HateAid einen Überblick über Formen digitaler Gewalt, stellte die Unterstützungsangebote von HateAid vor und erläuterte, wie sich Betroffene wehren können. HateAid geht u.a. aktuell gerichtlich gegen Netzriesen wie Google vor, um Veröffentlichungen von Bildmaterial zu unterbinden.  

 Als zentrale Hebel wurden eine konsequente Regulierung der Plattformen sowie der Ausbau und die finanzielle Stärkung des Hilfesystems für gewaltbetroffene Frauen benannt. 

Die starken Stimmen des SHE Choirs gaben dem Abend mit einen empowernden Schlussakkord. 

 Die LAG Feminismus bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten.

 Kontakte: opferhilfe-hamburg.de, hateaid.org, kracher.press, landesfrauenrat-hamburg.de

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