BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

GRÜNE Eimsbüttel

22-0013 Nachhaltigkeitsstrategie Sportplätze

Wissenschaftliche Betrachtung von Kunstrasen-, Naturrasen- und Hybridrasenplätzen

In Hamburg gibt es 50 Naturrasenplätze, 53 Grandplätze und 102 Kunstrasenplätze. Im letzten Jahrzehnt wurden im Rahmen der Kunstrasenoffensive 37 Kunstrasenplätze geschaffen bzw. umgebaut. Zuständig in der Umrüstung und Sanierung der Anlagen im Auftrag der Bezirke ist der bezirkliche Sportstättenbau.

Neue Kunstrasenplätze kosten Im Mittel € 900.000. Nach 12 bis 15 Jahren muss die Ober­fläche für ca. € 300.000 komplett erneuert werden, wobei der alte Belag entsorgt bzw. teilweise recycelt wird.

Kunstrasenplätze bieten besonders in der Nutzungsintensität erhebliche Vorteile gegenüber Naturrasenplätzen. Allerdings weisen Kunstrasenplätze auch gewisse Nachteile auf. Die Verfüllung von Gummigranulat wird als extreme Umweltbelastung betrachtet und wurde bereits in umfassenden Studien untersucht. Daher hat die Stadt Hamburg und die Bezirke bereits sehr früh auf eine Verfüllung mit umweltfreundlichen Alternativen wie beispiels­weise Sand oder Kork umgestellt.

Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat im Oktober 2020 im Auftrag der Stadt Zürich eine Studie mit dem Titel „Ökobilanzierung von Rasensportfeldern: Natur-, Kunststoff- und Hybridrasen der Stadt Zürich im Vergleich“ (https://www.schmitt-sportplatzbau.de/images/stories/Report_02_2021/2020_Itten-Glauser-Stucki_Oekobilanzierung-Rasensportfelder.pdf [15.04.2024]) Fehler! Linkreferenz ungültig.veröffentlicht. Im Oktober 2017 veröffentlichte das Bundes­institut für Sportwissenschaft „Nachhaltige Sportfreianlagen“ und stellte so „Ansätze zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklung auf Sportfreianlagen“ bereit (https://www.bisp-sportinfrastruktur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Sportentwicklung/NachhaltigeSportfreianlagen.pdf?__blob=publicationFile&v=1 [15.04.2024]). Diese Publikationen behandeln unterschied­lichste Aspekte der Ökobilanzierung und könnte beispielsweise als Ausgangspunkt für eine Betrach­tung der Auswirkungen der verschiedenen Oberflächen für die Stadt Hamburg dienen.

Um eine nachhaltige Beurteilung der verschiedenen Oberflächen für die Zukunft zu erlangen, wäre eine gezielte Betrachtung für Hamburg über folgende Aspekte sinnvoll:

  • den Abrieb der Kunstrasenfasern / Auswaschung durch Regen
  • die Recyclingfähigkeit des Materials
  • die Kosten über den gesamten Lebenszyklus (Anschaffungs-, Pflege-, Entsorgungskosten)
  • den Düngereintrag
  • den Wasserverbrauch
  • die Erwärmung der Plätze und deren Auswirkungen auf das Mikroklima
  • die Verletzungsintensität und -häufigkeit sowie Langzeitfolgen für Gelenke
  • Nutzungsmöglichkeiten
  • Nutzungsmöglichkeiten durch “Unterkellerung“ von Sportflächen
  • Lizenzierungsauflagen
  • Nutzungswünsche von Sportvereinen

 

 

Petitum/Beschluss

:

Die Bezirksamtsleitung wird gebeten, eine Bezirksentwicklungsplanung (BEP) zu dem Thema Sportflächenbeläge (Kunstrasen-, Hybridrasen- und Naturrasenplätzen) unter Berücksichti­gung der im Sachverhalt genannten Aspekte zu initiieren. Dabei kann ebenfalls eine tiefer­gehende Anknüpfung an den BEP-Workshop von 2017 erfolgen, in der gezielt die Standorte im Bezirk betrachtet werden. Dem Bezirksamt wird folgendes Vorgehen empfohlen:

Dafür empfehlen wir der Behörde folgendes Vorgehen:

  1. Beteiligung der Behörde für Inneres und Sport Hamburg (BIS), der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA), dem Fachamt Bezirklicher Sportstätten­bau, dem Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung, der Bezirksversammlung Eimsbüttel sowie von ortsansässigen Sportvereinen und erfahrende professionelle Sportvereine wie beispielsweise dem Hamburger SV, dem FC St. Pauli und/oder dem Eimsbütteler Turn­verein.
  2. Der Prozess soll eng durch die Bezirksversammlung begleitet werden und die Ziel­setzung gemeinsam im zuständigen Ausschuss für Sport oder in separaten Terminen mit Vertreter*innen der Fraktionen erarbeitet werden.

Nina Joana Schübel, Ali Mir Agha und GRÜNE-Fraktion

Drucksache hier



zurück

Grüne Termine

Stadtteilgruppentreffen Eidelstedt / Stellingen

Am Dienstag, den 8. September 2026, um 19:00 Uhr treffen wir uns zu unserem nächsten Stadtteilgruppentreffen im Lißy-Haus in Eidelstedt:

📍 Oliver-Lißy-Straße 2, 22523 Hamburg

An diesem Abend wollen wir uns ganz besonders mit der Quartiersarbeit vor Ort beschäftigen: Was bewegt die Menschen in Stellingen und Eidelstedt? Welche sozialen Themen sind in unseren Stadtteilen aktuell besonders wichtig? Und wie können wir gemeinsam dazu beitragen, unsere Quartiere noch lebenswerter und sozial gerechter zu gestalten?

Mehr

Speakers' Corner: Obdachlosigkeit bis 2030 überwinden

Obdachlosigkeit bis 2030 überwinden – dieses Ziel braucht mehr als gute Vorsätze. Was es jetzt braucht und welche Rolle Housing First dabei spielt, diskutiert Kathrin Warnecke mit euch.

Mehr

Treffen der Stadtteilgruppe Eimsbüttel Kerngebiet

Die Stadtteilgruppe Eimsbüttel Kerngebiet trifft sich zum monatlichen Austausch – diesmal in der Mathilde Bar in der Bogenstraße.

Ihr wohnt in Eimsbüttel, Hoheluft-West, Harvestehude oder Rotherbaum und wollt wissen, was im Viertel passiert – oder selbst was bewegen? Dann kommt einfach vorbei. Kein Vorwissen nötig, keine Verpflichtung. Zuhören, mitreden, Ideen einbringen – das reicht.

Wir sprechen über das, was den Stadtteil bewegt, sammeln Impulse und entwickeln gemeinsam Projekte für ein offenes, vielfältiges Eimsbüttel. Je mehr mitmachen, desto lebendiger wird unser Viertel.

📅 Mittwoch, 14. September, ab 19 Uhr
📍 Mathilde Bar, Bogenstraße 5

Fragen oder Ideen vorab? Meldet euch bei unseren Stadtteilgruppensprecher*innen Karlheinz und Kathrin. 

Dein Stadtteil. Deine Stimme. Deine Ideen. Wir freuen uns auf dich!

Mehr