Nach knapp zehn Jahren Verfahrensdauer hat das Oberlandesgericht Hamm im Mai 2025 ein vielbeachtetes Urteil zur zivilrechtlichen Verantwortung von Großemittenten für die Folgen des Klimawandels gefällt. Im Fall „Lliuya gegen RWE“ hatte der peruanische Bergführer Saúl Luciano Lliuya den Energiekonzern RWE verklagt, da dessen CO₂-Emissionen zur Gletscherschmelze beigetragen hätten und der überfüllte Gletschersee sein Haus in Huaraz gefährden würde. Das Gericht wies die Klage zwar ab, bestätigte jedoch grundsätzlich die Möglichkeit, dass große Emittenten für konkrete Klimafolgeschäden haftbar gemacht werden können – auch über Kontinente hinweg.
Clara Goldmann, eine der Anwältinnen des Klägers, stellt den spannenden Fall vor und spricht mit euch über die Hintergründe, möglichen Auswirkungen und die Rolle der Gerichte beim Klimaschutz. Denn diese Entscheidung gilt als juristischer Meilenstein und hat internationale Aufmerksamkeit erregt. Sie wirft grundlegende Fragen zur Rolle der Gerichte im Klimaschutz, zur Zurechenbarkeit globaler Emissionen und zur Verantwortung von Unternehmen auf.
Am 21. September ist es wieder so weit: Wir treffen uns zum KneipenGRÜN – diesmal im Café Strauss, Wiesenstrasse 46. Kommt vorbei, setzt euch dazu und lasst uns bei einem Glas ins Gespräch kommen!
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