Keine kommerzielle Nutzung der Großen Moorweide

Auf der letzten Sitzung der Bezirksversammlung Eimsbüttel haben die GRÜNEN und zwei weitere Fraktionen erfolgreich gegen eine Nutzung der Großen Moorweide durch den Circus Roncalli gestimmt. Einen entsprechenden Antrag hatte die SPD-Fraktion gestellt, die ein Gastspiel vom 11. Mai bis 25 Juni 2023 befürwortet. Die Nutzung widerspricht jedoch einem Beschluss aus dem Januar 2020 (Drucks.-Nr. 21-0634), der die „Bezirksamtsleitung (..) auf(..)fordert, zukünftig keine kommerzielle Nutzung auf der Großen Moorweide zu genehmigen“, damit dieses wertvolle Stadtgrün allen Bürgerinnen und Bürgern ganz­jährig und uneingeschränkt zugänglich ist. Der Schutz solch strapazierter Grünflächen ist auch im Hinblick auf das Stadtklima von zunehmender Bedeutung. An diesen Beschluss fühlen wir GRÜNE uns weiterhin gebunden.
Kommerzielle Veranstaltungen auf der Grünfläche haben diese in der Vergangenheit nicht nur ökologisch strapaziert. Die jeweilige Veranstaltungsdauer und anschließend notwendige Renaturierungsmaßnahmen haben große Flächen der Moorweide der Nutzung durch erholungssuchende Bürger*innen für einen längeren Zeitraum gänzlich oder teilweise entzogen. Dies würde gerade während der Frühlings- und Sommermonate für ein knapp siebenwöchiges Gastspiel mit anschließender Renaturierungsphase von weiteren mindestens drei Wochen seine zugedachte Nutzung als Naherholungsfläche aus kommerziellen Interessen für einen so langen Zeitraum erheblich einschränken. Daher kann eine Genehmigung nicht im Interesse der Eimsbütteler Bürger*innen sein. Dem soll mit dieser Entscheidung pro Naherholungsfläche Nachdruck verliehen werden.
Die Stadt Hamburg bietet u.a. mit dem Heiligengeist­feld bereits eine hervorragende Fläche für derartige Veranstaltungen, die ebenfalls „verkehrlich sehr gut angebunden und auch ohne Auto gut zu erreichen“ (aus der Drucksache 21-3580) ist. Zirkusunternehmen können sich dort in einem transparenten Verfahren frühzeitig um die Nutzung der Fläche bewerben.

Kathrin Warnecke, Vorsitzende der GRÜNEN-Bezirksfraktion: "Das Engagement für Geflüchtete und benachteiligte Kinder finde ich wirklich sehr lobenswert, das kann allerdings ebenso an einem anderen Spielort geschehen. In diesem Fall sind uns als GRÜNE die Belange der Eimsbütteler Bürgerinnen und Bürger mit dem Recht auf Naherholung wichtiger als der Wunsch eines kommerziellen Unternehmens mit der Moorweide den atmosphärisch richtigen Rahmen für ihre Veranstaltung zu bespielen."

Carl-Maria Bohny, Fraktionssprecher im Kerngebietsausschuss (KGA) und Mitglied der GRÜNEN-Bezirksfraktion: "Eine Sonderbehandlung von Roncalli wäre im Hinblick auf die Gleichbehandlung anderer Unternehmen nicht vertretbar. Mit unserer Entscheidung aus dem Jahr 2020, in Zukunft keine kommerziellen Veranstaltungen mehr auf der Großen Moorweide zuzulassen, haben wir hier für klare Vorgaben gesorgt."



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