Miniwälder für Eimsbüttel

Tiny Forests können für Abkühlung sorgen

Hochsommer bedeutet nicht nur Freizeitspaß und sonnige Sommerferien – für viele Menschen kann übermäßige Hitze zu ernsten Gesundheitsproblemen führen. So sind allein als Folge der drei heißesten Sommer der letzten 20 Jahre ca. 20.000 Menschen in Deutschland in Folge der Hitze zum Tode gekommen.

Vor allem in Städten sind die Folgen zu spüren. Betonwüsten werden im Sommer zu gefährlichen Hitzeinseln. Im Jahr 2020 beschlossen die Gesundheitsminister*innen der Länder und des Bundes daher die Erstellung von Hitzeaktionsplänen. Dies solle innerhalb von fünf Jahren verbindlich erfolgen. Die Notwendigkeit ist nicht von der Hand zu weisen. Hierfür benötigen wir viele verschiedene taugliche Maßnahmen, um die notwendigen Ziele zu erreichen.

Ein altes Konzept aus Japan kann ein Teil hiervon sein und dringend benötige Kühlung bringen: Die Idee des Tiny Forest – des Waldes im Miniformat – stammt vom japanischen Waldforscher Akira Miyawaki und die ersten Beispiele wachsen nun auch in Deutschland, u.a. im benachbarten Bezirk Altona. Solche Miniwälder, für die eine Fläche von nur 100 Quadratmetern ausreicht, gibt es inzwischen sogar in Indien, den USA und Europa, etwa in London und Wien. Mini-Wälder mitten in Eimsbüttel – diese ungewöhnliche Idee kann ein innovativer Baustein sein, um im urbanen Raum Klimaschutz zu betreiben. Gerade hier besteht ein dringendes Bedürfnis, die Menschen für die Natur zu sensibilisieren, die Luft zu verbessern und dichtbesiedelte Wohngebiete abzukühlen.

In Deutschland engagiert sich der Verein „Citizens Forests“ mit Sitz im benachbarten Bönningstedt (https://www.citizens-forests.org/) für diese Tiny Forests. Er hat bereits 19 Flächen nach der Miyawaki-Methode bepflanzt, die erste davon in Schleswig-Holstein. Nun möchten wir die Expertise nutzen und im benachbarten Bezirk Eimsbüttel weitere Flächen identifizieren, die sich hierfür eignen. Dafür setzt sich die Grüne Bezirksfraktion in Eimsbüttel ein. 
 

Ali Mir Agha, Vorsitzender der GRÜNEN-Bezirksfraktion: „Die sommerliche Hitzebelastung hat seit den 1990er Jahren deutlich zugenommen. Wir brauchen hierfür Antworten. Dies kann ein Baustein sein: Miniwälder mit einheimischen Baumarten – so bringt man natürliche Vegetation zurück in die Stadt. Und mit dieser Methode sogar schon innerhalb von zehn Jahren. Alle können gesundheitlich davon profitieren. Optimal wäre noch, wenn wir dafür sogar Flächen entsiegeln können.“ 



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