23.02.09 –
Kann jeder gefällte Baum in Eimsbüttel tatsächlich ersetzt werden?
Leider nicht. In 2008 gab es 415 Fällungen und nur 182 Nachpflanzungen. Und in den Vorjahren sieht die Bilanz ähnlich übel aus. Die Gründe sind die strengen Kriterien für Nachpflanzungen wie vernünftige Entwicklungschancen für den Baum und Kampfmittelfreiheit. Zudem muss die Baumgrube jetzt sechs Meter Durchmesser aufweisen. Im Übrigen fehlen die Mittel für Nachpflanzungen. Der Volumenbedarf liegt etwa bei 1,2 Millionen Euro, es stehen aber nur 400.000 zur Verfügung.
Was kann die Politik tun?
Unser Spielraum ist nicht sehr groß. Bei Fällungen und Neupflanzungen müssen gerade wir Grüne stets darauf drängen, dass die Verwaltung die Verhältnismäßigkeit im Auge behält. Darüber hinaus werben wir für Baumpatenschaften. Das Engagement einzelner Bürgerinnen und Bürger kann angesichts der Mittelknappheit nicht hoch genug gelobt werden und verdient jede Unterstützung. Diese Leute sichern ein grünes Eimsbüttel.
Welche Rolle spielt die Art der nachgepflanzten Bäume?
Irgendwo im Schöpfungsplan haben sicher auch Platanen ihre Berechtigung. In Eimsbüttel aber nicht, wenn man bedenkt, wie wenig Arten sie gemessen an Eichen beherbergen. Dass die Verwaltung bei Nachpflanzungen inzwischen auf Biodiversität achtet, begrüßen wir sehr. Und es spendet ein wenig Trost angesichts des schlechten Verhältnisses von Fällungen und Pflanzungen.
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