GRÜNE-Bezirksfraktion unterstützt Verkehrskonzept von Beiersdorf im Rahmen des Quartiersneubaus

13.09.22

Der in den kommenden Jahren erfolgende Umzug von Werk 1 des Beiersdorf-Konzerns schafft rund um die Unnastraße Platz für etwa 900–1.000 Mietwohneinheiten, Einzelhandel, Kitas etc. Dazu hat der Konzern auch ein höchst ambitioniertes Verkehrs- und Mobilitätskonzept für den Bereich in Auftrag gegeben, das auf die Sicherheit der nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer*innen ausgerichtet ist und sich am Umweltverbund aus Rad-, Fuß- und öffentlichem Nahverkehr orientiert. So ist in dem Areal Parken von Kfz ausschließlich in Tiefgaragen vorgesehen, dafür gibt es ebenerdig erreichbare Fahrradabstellräume im Souterrain, Carsharing, Paketboxen und ein konflikt­armes Anlieferungskonzept für die Einzelhandelsgeschäfte.
Der Fokus liegt jedoch nicht allein auf dem Areal des ehemaligen Stammsitzes der Beiersdorf AG sondern das Verkehrskonzept hat auch die Einbettung und Anbindung des neuen Quartiers in die umgebenden Stadtteile zum Ziel. Die Unnastraße wird – als Teil der Veloroute 10 – zur Fahrradstraße mit hohem Zweiradaufkommen werden. Und die parallel verlaufende Quickbornstraße soll zur Erhöhung der Sicherheit des Radverkehrs mit durchgängig Tempo 30 auf der gesamten Straße ausgewiesen werden. Für separate Fahrradwege hätte ansonsten ein erheblicher Teil der Straßenbäume weichen müssen.
Und die Anbindung an wichtige Haltepunkte des öffentlichen Schienenverkehrs hat das Verkehrskonzept ebenfalls im Blick. Dafür sollen eine sichere und gradlinige Rad- und Fußverkehrsverbindung (Heußweg/Lastropsweg/Ottersbekallee) zur U-Bahnhaltestelle Osterstraße und eine neu geplante – in Umsetzung befindliche – Busanbindung an den in Planung befindlichen Fernbahnhof Diebsteich sorgen.
Und schließlich gehört zu den Planungen des Quartiers die Bereitstellung von Tiefgaragenstellplätzen zur Kompensation wegfallender Parkplätze im öffentlichen Raum für die umliegende Nachbarschaft und Besucher*innen, eine bevorzugt in Unterflursystemen untergebrachte Müllentsorgung sowie der direkte Zugang zum Park am Weiher, ohne die Nutzung des dort befindlichen beliebten Planschbeckens einzuschränken.

Ali Mir Agha, Fraktionsvorsitzender, Sprecher im Stadtplanungsausschuss und Mitglied der GRÜNEN-Bezirksfraktion: In einer nachverdichteten Stadt gehört zum Bau eines neuen modernen Quartiers natürlich ein innovatives Verkehrskonzept. Und wenn eine gerechte Aufteilung des öffentlichen Raumes für den Fuß-, Rad- & öffentlichen Nahverkehr in den Mittelpunkt rücken soll, werden wir GRÜNE das mit ganzer Kraft unterstützen. Dies ist ein weiterer Baustein für die Mobilitätswende im Bezirk.

Robert Klein, Sprecher im Ausschuss für Mobilität und Mitglied der GRÜNEN-Bezirksfraktion: Der Erfolg dieses neuen autoarmen Wohngebiets hängt auch mit der guten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr zusammen, so mit einer geräumigen, barrierefreien und gradlinigen Fuß- und Radverkehrsverbindung in Richtung U-Bahn Osterstraße und einer direkten Busanbindung an den in Planung befindlichen Fernbahnhof Diebsteich. Dafür muss der motorisierte Verkehr einen erheblichen Teil des Raumes abgeben und Parkplätze im öffentlichen Raum müssen reduziert werden. Parkraum für die umliegende Nachbarschaft wird dann in den neu errichteten Tiefgaragen bereitgestellt.

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