
08.01.26 –
Wir stellen unser Licht wirklich sehr unter den Scheffel - egal wo wir hinschauen, die Stimmung im Land wirkt mies: Die Welt gerät aus den Fugen. Die Demografie macht sich bemerkbar. Und noch dazu befinden wir uns in der dunkelsten Zeit des Jahres. Wir fokussieren uns auf die negativen Dinge.
Kein Wunder – im Zeitalter von Social Media und Polarisierung. Die Negativmeldungen lenken uns davon ab, was eigentlich gut läuft. Zum einen haben wir die Wintersonnenwende hinter uns. Ab jetzt wird es wieder jeden Tag heller. Ab Mitte Februar geht das übrigens am schnellsten: Wir gewinnen vier Minuten Sonne pro Tag dazu.
Anders verhält es sich mit der deutschen Wirtschaft. Die wächst kaum. Wie auch, nach den Schocks der letzten Jahre? Ja, es gibt Risiken und Erschütterungen, aber sie sind nicht im Ansatz so extrem wie in anderen Weltregionen. Schauen wir uns die Gesamtsituation in den USA an: Wenn der Präsident mit seinem drastischen Vorgehen gegen Menschen mit Migrationsgeschichte so fortfährt, fragt es sich, wer dort in Zukunft die Arbeit macht, die das Land am Laufen hält. Schaut man dann auf die Situation mit mangelnden Krankenversicherungen, Waffen, Armut, rückt das unser Land in eine andere Perspektive. Und so sehen das auch die US-Amerikaner:innen: Laut Statistischem Bundesamt wandern mehr Menschen aus den USA nach Deutschland aus als umgekehrt.
Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz Benedikt Franke sagte zur Anfang Dezember veröffentlichten Sicherheitsstrategie der USA, dass es so dargestellt werde, als ob Europa vor dem Abgrund stehe. Dies ist nach seiner Aussage mit Sicherheit nicht der Fall. Die Europäische Union ist die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt. Wir haben viel mehr Macht gegenüber China oder den USA, als wir denken.
Von China hört man nur Positivmeldungen, aber auch dort altert die Bevölkerung rapide. Die Wirtschaft dort sieht sich schwachem Konsum, Immobilienproblemen und steigenden Schulden ausgesetzt.
Deutschland und Europa zeichnen sich durch eine grundsätzliche Stabilität aus. Stabilität hat nur den unattraktiven Nebeneffekt von langsam agierender Politik. In Zeiten von Social Media und des Schneller-Weiter-Höher von Digitalisierung wirkt das quälend langsam. Es ist aber nicht so, als ob der schwere Tanker, mit dem die Bundespolitik manchmal verglichen wird, nicht zu wenden sei: Wir haben die Verteidigungsausgaben massiv erhöht und sprechen nun darüber, was die beste Lösung für die Wehrhaftigkeit der Bevölkerung ist. Das war vor ein paar Jahren noch undenkbar.
Auch verzeichnen wir Erfolge aus der Ampel-Zeit: Laut Statistischem Bundesamt, haben wir im dritten Quartal dieses Jahres 64,1 % des Stromes aus Erneuerbaren Energien erzeugt. Windkraft und Photovoltaik sind unsere wichtigsten Energieträger.
Unser Pessimismus ist übrigens nicht typisch deutsch. Der ist europäisch.
In einem Spiegel-Artikel las ich kürzlich folgendes:
“Nielsen: Ach, das ist nicht deutsch, das ist eine europäische Krankheit. Wir Dänen sind genauso. Neulich war der Chef der US-Beteiligungsgesellschaft KKR in Berlin. Der sagte permanent, welche riesigen Chancen er in Deutschland sehe. Er hat das so oft wiederholt, dass wir im Publikum schon schmunzeln mussten. Da hat sich ein ehemaliges Mitglied der Bundesregierung zu mir herüber gebeugt und gesagt: Offenbar brauche man einen Amerikaner, um so über Deutschland zu sprechen. Amerikaner tragen manchmal etwas dick auf, aber Deutsche stellen ihr Licht wirklich sehr unter den Scheffel.”
Wir können uns auf keinen Fall auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen. Für all die Veränderungen, die wir bewältigen müssen, haben wir aber sehr gute Grundlagen. In unseren Unternehmen, in der Infrastruktur und vor allem in den Köpfen.
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