Rückblick: Jüdisches Leben im Grindelviertel – wie sieht die Zukunft aus? 

Rundgang mit Katharina Fegebank, Till Steffen, Sergey Lagodinsky, Philipp Stricharz und Sebastian Dorsch

Rundgang mit Katharina Fegebank, Till Steffen, Sergey Lagodinsky, Philipp Stricharz und Sebastian Dorsch

Dass es heute beim Thema jüdisches Leben in Deutschland nicht nur um die Bekämpfung von Antisemitismus, sondern auch um mehr Sichtbarkeit der jüdischen Kultur und Lebensweise im Stadtbild gehen kann, davon konnten sich am Donnerstag die rund 25 Teilnehmer ein Bild machen, die der Einladung zum zweiten gemeinsamen Spaziergang von Till Steffen und der zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank ins Grindelviertel gefolgt waren. Der Europaabgeordnete Sergey Lagodinsky und der Bezirksabgeordnete Sebastian Dorsch führten durch den Rundgang. 

Es tut sich einiges im Viertel: So wird die jüdische Schule, mittlerweile eine Stadtteilschule, auch von vielen nichtjüdischen Kindern besucht. Im vergangenen Jahr hat zum ersten Mal seit der Zwangsschließung 1942 wieder eine Klasse dort Abitur gemacht. Der Versuch, ein koscheres Café zu etablieren, war zwar bisher nicht von Erfolg gekrönt, trotzdem ist der Wille vorhanden, mehr jüdisches Geschäftsleben im Grindelviertel zu etablieren.

Wenn es nach den Wünschen des Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde in Hamburg, Philipp Stricharz, geht, soll sich die geplante Synagoge am Bornplatz nicht hinter einem Zaun verstecken, sondern ein offen zugängliches, neues Wahrzeichen in Hamburg werden mit Café und Konferenzräumen, in denen z. B. auch der Zentralrat der Juden eine seiner jährlichen Tagungen abhalten könnte.

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