Grün-Schwarze Koalition in Eimsbüttel fördert Sicherheit und Eigenständigkeit auf Schulwegen

Schulwege sind laut verschiedenster Studien sehr wichtige Möglichkeiten, damit Kinder und Jugendliche ihre Selbständigkeit und das Miteinander im öffentlichen Raum erleben. Gleichzeitig erfahren viele Schüler*innen auf dem Schulweg im Straßenverkehr häufig gefährliche Situationen. Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, haben zwar häufig das Ziel, sicherere Schulwege zu gewährleisten, erhöhen dabei aber für andere Schülerinnen und Schüler die Gefährdungssituation.

Ein gutes Beispiel für eine Lösung bietet nun die Grundschule Rungwisch in Eidelstedt mit dem Pilot­projekt „Schulexpress“. Rund um die Schule wurden elf Haltestellen eingerichtet, die den Kindern als Treffpunkte dienen. Dort trifft sich, wer gemeinsam zur Schule gehen will und in der Nähe einer Halte­stelle wohnt. Auch an anderen Schulen wurden Versuche unternommen, um das Problem zu lösen, bspw. durch den Einsatz von Schulbussen, die Plattform „Zu Fuß zur Schule“ (www.zu-fuss-zur-schule.de) oder auch die Absperrung von Straßen vor Schulen.

Diese Projekte stoßen bei Schulleitungen auf großes Interesse und Bitten um Unterstützung, um auch an ihren Schulen die Wege zu den Schulen sicherer zu gestalten.

Die Veranstaltung „Sicherheit und Eigen­ständigkeit auf dem Weg zur Schule“ soll best practice-Beispiele sammeln und Interessierte miteinander ins Gespräch bringen, um für möglichst viele Schülerinnen und Schüler sicherere Schulwege zu gestalten. Für eine nachhaltige Nutzung der Erfahrungen sollen die Ergebnisse der Diskussion und die Erfahrungen aus konkreten Projekten gesammelt und digital zur Verfügung gestellt und – wenn nötig – durch die Bezirksversammlung unterstützt werden.

Dazu Sebastian Dorsch, Sprecher der GRÜNEN-Bezirksfraktion im Regionalbereich Lokstedt, Niendorf, Schnelsen: „Kinder haben ein Recht darauf, sich im öffentlichen Raum frei bewegen und entfalten zu können – ein wichtiger Schritt, um Eigenständigkeit und Verantwortung zu erlernen. Schulwege sind dafür prädestiniert, müssen aber entsprechend sicher gestaltet werden. Als Erwachsene müssen wir nicht nur loslassen können, sondern auch entsprechende Rahmen­bedingungen gestalten. Da die Situation an jeder Schule etwas anders ist, wollen wir mit diesem Antrag best practice-Beispiele sammeln und anderen Schulen zur Verfügung stellen.“

Rüdiger Kuhn, Vorsitzender der CDU-Bezirksfraktion ergänzt: „Wir möchten Gefahrensituationen für Schulkinder auf ihrem Weg zur Schule und wieder nach Hause minimieren. Maßnahmen wie das Projekt ‚Schulexpress‘ der Grundschule Rungwisch, die einen sichereren Schulweg ermöglichen, unterstützen wir unbedingt und möchten im Rahmen einer Veranstaltung positive Erfahrungen weiter­verbreiten.“

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Schule/Vereine Verkehr