GRÜNE möchten den Straßenraum während der Corona-Krise besser aufteilen

01.05.20

Pressemitteilung | Hamburg, 01. Mai 2020

Bündnis 90/Die GRÜNEN Eimsbüttel unterstützen den Senat dabei, die Ausbreitung des Coronavirus durch Einschränkung des Personenaufkommens im öffentlichen Raum zu verringern. Sie begrüßen auch die bereits vom Bezirksamt getroffenen Maßnahmen wie beispielsweise bei der Neuordnung lokaler Wochenmärkte.

Gleichzeitig fordern sie ähnlich wie zahlreiche Wissenschaftler*innen (vgl. bspw. den offenen Brief des Institute for Advanced Sustainability Studies, kurz: IASS), dass mit zunehmender Dauer der Maßnahmen auch die vermehrt wahrnehmbaren sozialen und gesundheitlichen Folgen der Isolation zu beachten sind.

Da das Kerngebiet des Bezirks einer der am dichtesten besiedelten Stadträume ist, sind Bewegungs- und Ausweichmöglichkeiten eingeschränkt und das Einhalten des notwendigen Sicherheitsabstandes oft nicht möglich. Menschen mit eingeschränkter Mobilität sind davon besonders betroffen.

Daher fordern die GRÜNEN, über temporäre Maßnahmen zur Steuerung des Fuß- und Radverkehrs, den Bürger*innen den notwendigen Bewegungsfreiraum zu geben, um sicher und gesund durch die aktuelle Phase zu kommen. Optionen dafür sind die temporäre Freigabe von Tempo-30 Fahrbahnen für den Fußverkehr, die Sperrung von einzelnen Fahrstreifen für den motorisierten Kfz-Verkehr und die Verringerung des Beparkens von Gehwegen. Entsprechende Vorschläge werden dem Hauptausschuss der Bezirksversammlung Eimsbüttel vorgelegt.

Dazu Anna Hampe, Vorsitzende des Mobilitätsausschusses in Eimsbüttel: „Menschen benötigen regelmäßige Bewegung und frische Luft gerade auch in dieser Zeit. Wir beobachten einen spürbaren Rückgang des motorisierten Kfz-Verkehrs, gleichzeitig drängen sich an vielen öffentlichen Plätzen und Gehwegen mehr Menschen als geboten und sinnvoll. Hier müssen wir umdenken, um Freiräume zu schaffen und die gesundheitliche Sicherheit der Bürger*innen zu gewährleisten. Das bedeutet konkret: mehr Raum für Fuß- und Radverkehr schaffen.“

Carl Maria Bohny, Mitglied der GRÜNEN-Bezirksfraktion Eimsbüttel, ergänzt: Andere Kommunen gehen in diesen Zeiten, in denen vermehrt Berichte von häuslicher Gewalt erscheinen, ähnliche Wege. Krisen wie die derzeitige erfordern den Mut zu weitgreifenden Maßnahmen – Maßnahmen, die sich mit den Vorschlägen zahlreicher Wissenschaftler*innen decken. Die Eimsbütteler*innen zeigen derzeit besonders viel Solidarität. Deswegen können wir davon aus-gehen, dass sie die vermehrten Möglichkeiten zur Bewegung an der frischen Luft unter Beachtung der gesundheitspolitisch notwendigen Auflagen mit Rücksicht und Augenmaß in Anspruch nehmen.“

Offener Brief des IASS: https://www.iass-potsdam.de/de/blog/2020/04/covid-19-pandemie-sicheren-fussverkehr-und-radfahren-ermoeglichen
Brief inkl. der laufend aktualisierten Liste der Unterzeichner*innen: https://docs.google.com/document/d/1fUhLMlg3pn-rMQ-H6uQ_8zPqN1D_eefJa-UMDm-10Eg/edit

Für Rückfragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

Fraktionsgeschäftsführung Bündnis 90/Die Grünen • GRÜNE Bezirksfraktion Eimsbüttel •
Methfesselstraße 38 • 20257 Hamburg • Tel: 040–401 42 46 • fraktion@gruene-eimsbuettel.de • www.gruene-eimsbuettel.de

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