Zukunftswerkstatt Lokstedt (ZWL)

30.01.24 –

Die Zukunftswerkstatt Lokstedt (ZWL) ist eine Stadtteilinitiative, die einige Lokstedter*innen Ende 2016 am Bürgerhaus Lokstedt mit dem Ziel gegründet haben, dem lokalen zivilgesellschaftlichen Interesse an Nachhaltigkeit und an der Mit-Gestaltung der eigenen Um-Welt eine neue Form zu geben. 

Mit dem bisherigen Zukunftswerkstätten-Konzept (Robert Jungk, Norbert Müllert) hat sie gemeinsam, mit Kreativität Betroffene zu lokalen und translokalen Zukunftsgestalter*innen zu machen. Die ZWL versteht sich darüber hinaus nicht nur als anlassbezogene Problemlösungs-Methode, sondern als eine permanente Plattform, um Gestaltungsideen und lokalen Expertisen einen Rahmen und die Möglichkeit zur Vernetzung zu geben. Damit soll zusammen mit Verwaltung und Politik die Transformation hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft vorangetrieben werden. 

Dieses Format hat inzwischen in Lokstedt und darüber hinaus sehr viele Unterstützer*innen und aktiv Mitmachende gewonnen. Das erste größere ZWL-Projekt war die spendenfinanzierte Anschaffung des Lokstedter Lastenrad (LOLA), das für Menschen im Stadtteil kostenfrei zur Verfügung steht – und seit Jahren intensiv genutzt wird. LOLA ist ein schönes konkretes Beispiel für die sozial-ökologische Transformation im Kleinen, für die Verbindung sozialer Teilhabe mit der Mobilitätswende. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anfragen aus anderen Stadtteilen, LOLA steckt an –das Ziel, durch konkrete Projekte weitere Mitmacher*innen zu gewinnen, geht auf (vgl. jüngst: https://hamburg.adfc.de/artikel/lola). 

Ansteckend sind auch die inzwischen zahlreichen Urban Gardening-Flächen, mit denen ZWL-Mitglieder zusammen mit Partner*innen in Lokstedt den Stadtteil aufwerten, Begegnungsräume und eine insektenfreundlichere Umwelt schaffen. Für dieses Engagement erhielt die ZWL 2022 den MOPO-Stadtteilpreis. Sehr erfolgreich war und ist auch die AG Lokale Energiewende, aus der sich Mitte 2022 der mittlerweile weit über Hamburg hinaus bekannte Verein Lokale Energiewende SoliSolar Hamburg e. V. (https://www.solisolar-hamburg.de/) gegründet hat. Zahlreiche Medien wie NDR, Deutschlandfunk, Sat1, RTL, Hamburger Morgenpost, taz berichten regelmäßig insbesondere über die von SoliSolar solidarisch vertriebenen Balkonkraftwerke. 

Aufgrund seiner Arbeit ist der Verein als wichtiger Ansprechpartner der sozial nachhaltigen, lokalen Energiewende anerkannt, Kooperationen bestehen mit zahlreichen einschlägigen Institutionen und „Nachahmer“-Projekten.

Die ZWL hat in den letzten Jahren im Stadtteil und darüber hinaus ein sehr dichtes und konstruktives Netzwerk mit über 30 kooperierenden Einrichtungen geknüpft: Sie arbeitet mit den Schulen bspw. bei Tauschtagen (https://gymnasium-corveystrasse.de/macht-mit-beim-2-lokstedter-tauschtag-am-23-juni-2023/), mit Vereinen beim alljährlichen CleanUp und Parking Day, baut mit dem Stadtteil an einem Stadtteilzentrum mit Aufenthaltsqualität mit (bspw. https://hamburgerwochenblatt.de/niendorfer-wochenblatt/lokstedt/vom-parkplatz-zum-marktplatz/) und setzt sich für die Mobilitätswende ein oder mit Gewerbetreibenden beim Aufstellen einer Tauschbox und eines Bücherhäuschens. Die ZWL hatte zudem eine erfolgreiche Kooperation mit dem Forschungsprojekt Klimafreundliches Lokstedt (https://www.hamburg.de/klimalokstedt), wodurch Lokstedt auch über den Bezirk hinaus eine Pionierrolle im lokalen Klimaschutz einnimmt.

Jüngst erschien zum Entdecken des Stadtteils der Bild-Band: „Lokstedt entdecken! 33 Orte, die man kennen muss“, der aufgrund der großen Nachfrage nun schon in der 3. Auflage gedruckt wird. 

Die ZWL-Aktivitäten sind in selbständigen Arbeitsgruppen organisiert, die von einem kleinen Koordinationsteam koordiniert werden. Über sie informiert regelmäßig die Homepage (https://zukunftswerkstatt-lokstedt.de/) und ein weit verbreiteter Newsletter. Die monatlichen Stammtische und die jährliche Vollversammlung sind zu wichtigen Austauschplattformen im Stadtteil geworden.

In den letzten Monaten kamen weitere Menschen und weitere Akteure auf die ZWL zu, um gemeinsam eine Food Saving-Station im Stadtteil aufzubauen, Kunst im öffentlichen Raum zu zeigen (https://www.kreativhaus-eimsbuettel.de/veranstaltungen/2428328/2023/06/17/kreatives-picknick-konzert-lokstedt.html), einen Defibrillator im Stadtteilzentrum zu installieren (https://hamburgerwochenblatt.de/niendorfer-wochenblatt/lokstedt/schueler-wollen-leben-retten/), einen Quartiersplatz neu zu gestalten oder lokales Car Sharing voranzutreiben.

Es gibt viele Menschen mit guten Ideen für die konkrete Umsetzung der sozialökologischen Transformation. Die ZWL bietet für sie einen niedrigschwelligen Ermöglichungsraum. 

Um dieses enorme Potential zu heben, hat sich die ZWL in den letzten beiden Jahren mit ähnlich arbeitenden Initiativen zusammengeschlossen und zusammen mit dem Zukunftsrat, der Patriotischen Gesellschaft, der Klimawoche und Mehr Demokratie Hamburg das Projekt „lokalkraft – für ein zukunftsfähiges Hamburg“ aufgesetzt. Es geht davon aus, dass der Einsatz von Lokalen Zukunftswerkstätten für die Zukunftsfähigkeit in den Stadtvierteln für unsere Gesellschaft wortwörtlich fundamental ist. Das lokalkraft-Projekt will gemeinsam das lokale Engagement noch stärker machen, Barrieren abbauen und mehr Gestaltungsmöglichkeiten schaffen. Dabei wird es u.a. vom #moinzukunft Hamburger Klimafonds unterstützt und hat seit der Auftakttagung im November 2023 von sehr vielen Seiten sehr positive Resonanz erfahren. 

Weitere Informationen & Mitmachmöglichkeiten finden sich hier: https://www.lokalkraft.org/ 

 

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Aktuelles aus Eimsbüttel | Lokstedt

Grüne Termine

Frauen Empowerment: Workshop "Umgang mit (rechten) Anfeindungen am Wahlkampfstand"

Rechtzeitig zum Wahlkampf bieten wir 12 Teilnehmerinnen des Frauen-Empowerment-Programms einen halbtägigen Workshop zum Umgang mit Anfeindungen am Wahlkampfstand. Als Referentin konnten wir Ines Koenen gewinnen, die als Trainerin, Dozentin und Coach zu Themen wie Kommunikation, Konfliktmanagement, Populismus und Rechtsextremismus tätig ist.

In diesem interaktiv aufgebauten Seminar werden Gesprächstechniken und Hintergrundwissen zum Umgang mit Populismus und Rechtsextremismus vermittelt. Diese Techniken und eine eindeutige innere Grundhaltung sind nützlich in allen allgemeinen Debatten im öffentlichen Raum, auf Podien, in unterschiedlichen Gesprächssituationen wie an Stammtisch, im Verein sowie im Straßenwahlkampf und an Infoständen.

Dabei geht es insbesondere um folgende Themen:

  • Populist*innen auf dem Vormarsch: Parolen Paroli bieten
  • Hintergrundwissen zu Strategien und Vorgehen von Populist*innen
  • Kommunikationstechniken zum Umgang mit rechtsradikalen und populistischen Aussagen
  • Anwendung der Techniken am Infostand
  • Exit - Strategien: Wo ist Schluss und verläuft die rote Linie?


Der Workshop richtet sich vor allem an die Frauen aus unserem Kreisverband, die selbst kandidieren und/oder sich aktiv im nächsten Wahlkampf beteiligen werden. Da die Zahl der Plätze begrenzt ist, geht es nach dem Zeitpunkt der Anmeldung. Kandidatinnen und Wahlkämpferinnen haben Vorrang. Wir behalten uns vor, ggf. eine Auswahl zu treffen. Um verbindliche Anmeldung wird gebeten unter juliane.papendorf@remove-this.hamburg.gruene.de.

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Neu: Politisch-Philosophischer Salon

Unser Mitglied Hans Dall möchte den grünen Stammtisch wieder aufleben lassen und dort mit anderen Mitgliedern und Interessierten über tagesaktuelle, grüne Themen diskutieren. Treffpunkt: jeder erste Montag im Monat um 19 Uhr im Urknall.

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Postkolonialer Rundgang auf dem Unicampus mit Sina Koriath

Welche koloniale Vergangenheit hat die Uni Hamburg? In einem performativen Rundgang wollen Sina Koriath und Hannimari Jokinen in Hamburgs Kolonialgeschichte eintauchen und den sichtbaren und versteckten kolonialen Spuren auf dem Campus und im Uni-Hauptgebäude nachgehen.

Deutschland war 1914 das an Fläche drittgrößte Kolonialreich der Welt - Hamburg als Hafenstadt profitierte besonders davon. Im Ersten Weltkrieg dann verlor Deutschland seine Kolonien, und 1919 wurde aus Hamburgs Kolonialinstitut die Universität. Doch bis in die NS-Zeit hinein und darüber hinaus wirkte der alte "koloniale Gedanke" im Gewölbe des Hauptgebäudes weiter.

Gemeinsam mit Hannimari Jokinen vom Arbeitskreis Hamburg Postkolonial möchten wir in diese koloniale Geschichte eintauchen: In einem performativen Rundgang gehen wir den sichtbaren und versteckten kolonialen Spuren auf dem Campus und im Hauptgebäude nach und hören dabei auch das Gedächtnisecho jener, die von der imperial ausgreifenden Handelsstadt kolonisiert wurden sowie jener, die Widerstand gegen das koloniale Unrecht leisteten. Zusammen decodieren wir Ecken und Nischen - und versuchen, im vorgefundenen universitären Raum Unerhörtes zu erinnern.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Wann: Mi, 06. März 2024

Start: 16:00 Uhr

Dauer: ca. 2 Stunden

Treffpunkt: Der genaue Treffpunkt auf dem Unigelände wird nach Anmeldung bekannt gegeben

Anmeldung: Formlose Mail an: annika.kreuzer@gruene-fraktion-hamburg.de

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Bildung für das 21. Jahrhundert: Speakers' Corner mit Norbert Hillebrecht

Norbert Hillebrecht von der LAG-Bildung gibt einen Überblick über die Konzepte der Grünen und erläutert, warum Bildung ein wichtiges Kernthema der Grünen ist. Danach gibt es die Möglichkeit zu einem Austausch über ausgewählte Themen aus der Bildungspolitik.

 

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Zum 8. März - Gemeinsames Plakatemalen in Millas Wahlkreisbüro

Unsere Bundestagsabgeordnete Milla lädt laden ein zum Malen, Vernetzen und kollektiven Plakatsprüche-Ausdenken für den Internationalen Frauentag: Am 8. März um 15:00 Uhr in der Eimsbütteler Chaussee 46. 

Für Material ist gesorgt und danach können alle direkt zur 8M-Demo auf dem Rathausmarkt aufbrechen, die um 18:00 Uhr beginnt. Alle Feminist*innen sind herzlich willkommen! 

Meldet euch gerne unter Emilia.Fester.ma04@remove-this.Bundestag.de an, aber auch spontanes Vorbeischauen ist kein Problem!

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Frauen-Empowerment: Gemeinsam zur Demo am 8. März

Am 8. März ist Internationaler Frauentag. Die Frauenpolitischen Sprecherinnen aller Kreisverbände laden an diesem Tag ihre Mitglieder ein, gemeinsam an der Demo zum Frauentag teilzunehmen. Sie beginnt um 18 Uhr auf dem Rathausmarkt. Treffpunkt der GRÜNEN Teilnehmer*innen ist das Heinrich-Heine-Denkmal an der Seite zur Mönckebergstraße auf dem Rathausmarkt.

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Mobiler Info- und Zuhörstand der Stadtteilgruppe Stellingen/Eidelstedt am 9.3.

Die Stadtteilgruppe Stellingen/Eidelstedt will am Samstag, 9. März 2024, mit einem mobilen Info-/Zuhörstand durch ein paar Gebiete Eidelstedts touren. Ziel ist es, Menschen in ihrer Nachbarschaft anzusprechen, ein paar Gespräche zu führen und Präsenz zu zeigen. 

Ideale Treffpunkte wären Spielplätze oder andere Orte, an denen sie ein paar Leute treffen können. Wer noch Ideen für gute Treffpunkte hat, schreibt (Mail) sie gerne an den Sprecher der Stadtteilgruppe Philip Engler. Startpunkt für alle, die Lust haben mitzumachen, ist das ReeWi-Haus. Um 10 Uhr geht es mit Fahrrädern los.

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Infostand bei der Eröffnungsveranstaltung der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Zum dritten Mal beteiligt sich ein breites Netzwerk von Vereinen, Initiativen, Parteien und öffentlichen Organisationen in Eimsbüttel an den Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 11. bis zum 24. März 2024. Bei der Eröffnung am 11. März sind die GRÜNEN Eimsbüttel mit einem Infostand auf dem Else-Rauch-Platz von 16-18 Uhr dabei. 

Unter dem diesjährigen Motto „Menschenrechte für alle!“ finden rund um den Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März zahlreiche Veranstaltungen in Eimsbüttel statt.

Rassistische, antisemitische, antimuslimische und antiziganistische Angriffe haben ein erschreckendes Ausmaß angenommen. Täglich gibt es in Deutschland zahlreiche Formen von rassistischen Vorfällen – nur die tragischen Höhepunkte wie Solingen, Halle und Hanau gelangen dabei in die Öffentlichkeit. Die aktuellen Veröffentlichungen des Recherchenetzwerks “CORRECTIV“ zu Plänen Rechtsextremer, ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie Menschen mit Migrationshintergründen aus Deutschland zwangsauszuweisen, zeigen, wie aktuell und wichtig diese Veranstaltungsreihe auch in Eimsbüttel ist.

Text: Website 

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